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Kapitel 1. Pain – Willkommen im Leben!

>RUMMS!!!<

Ich fuhr auf. Mit weit aufgerissenen Augen starte ich in Richtung Tür. Was ist passiert? Was war los? „Nix passiert Pain, is alles in Ordnung!" Ach es war nur Roxana. Neugierig steckte ich meinen Kopf zur Tür hinaus und erblickte die alte Hexe, wie sie sich gerade so am Geländer festklammern konnte. Das passierte ihr ständig. Immer das gleiche mit ihr. Konnte nicht mal was Aufregendes in meinem langweiligen Leben passieren? Ich schmiss mich wieder auf mein Bett. Im Selbstmitleid versunken dachte ich nach. Aber meine Gedanken kreisten mal wieder nur um eine Person…Lina Wellwood. Das schönste, hübscheste, tollste, bezauberndste Mädchen der Schule…Nein der Welt!
Plötzlich klingelte mein Wecker. Wach war ich ja schon. Zeit sich fertig für die Schule zu machen. Ich ging zum Schrank um mir meine üblichen Klamotten rauszusuchen: schwarze Socken, schwarze Boxer, schwarzes Shirt, schwarze Jeans, schwarze Schuhe und zum Schluss noch einen schwarzen Pulli um meine Narben zu verdecken. Muss ja keiner wissen, dass mir die Rasierkline gestern Abend so sympathisch war. Fertig umgezogen lief ich ins Badezimmer. Ich suchte mir schnell meinen Kram zusammen, um meine grünen Augen mit Schwarz hervor zu heben. Wo ist mein Glätteisen? Und schon wieder suchte ich danach. Wie jeden Morgen. Ich kramte…und kramte…und kramte. Schlussendlich fand ich es unter einem Haufen schwarzer Wäsche. Ich schnappte es mir und fing an meine Haare zu stylen. Danach warf ich meiner Schlange noch zwei Mäuse ins Terrarium, griff mir meinen Rucksack und stolperte die alte, knarzige Holztreppe hinunter.

Ein Griff in die Brötchen Tüte, ein flüchtiges „Ciao Roxana" und schon war ich aus der Tür. Ich lief los und unter meinen Schuhen knirschten die Blätter, die auf dem Boden lagen. Ich blickte auf meine Armbanduhr. 5 Minuten noch. Der Wind rauschte. Es war Herbst. Nur die Laternen am Wegrand ließen meinen Schulweg hell erleuchten.

22.11.08 20:30


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Kapitel 2 - Brüder

Es dämmerte immer noch. Pain hatte gerade Kunstunterricht, er war noch müde und träumte vor sich hin. Die Luft roch nach Farbe und Kleister, so wie immer. Im Werkraum saß er ganz hinten. Der Lehrer war noch nicht da und die weiße Wand des Raumes ödete ihn an. Er blickte aus dem Fenster. Bald schon betrat Herr Lempert den Klassenraum, schlecht gelaunt wie immer. Er blickte düster durch seine eckige Hornbrille, welche durch ihre Größe kaum zu übersehen war. Er knallte die Tür hinter sich zu und ging zügig mit großen Schritten zu seinem Pult, während er laut mit genervter Stimme „Morgen!" in die Klasse rief. Der Lehrer schmiss die Schulbücher auf den Tisch. Sofort verstummten alle und die Schüler suchten ihre Plätze auf.

„Lempi hat wohl wieder schlechte Laune…!", flüsterte Jeremy. Pain hatte die Ellenbögen auf den Tisch gestützt, den Kopf auf die Hände gelegt. „Hmm…" murmelte er nur abwesend. Eine schwarze Haarsträhne fiel ihm ins Gesicht, doch stören tat es ihn nicht. Der Junge hörte seinem besten Freund gar nicht zu. „Ähhh, Pain?", fragend sah er ihn an. „Alles klar?" „Hmmm…" antwortete er wieder. Jeremy musterte ihn. „Ach so, verstehe." Er grinste. Der verträumte Blick und das Lächeln, welches Pain auf den Lippen trug, hatten ihn verraten und Jeremy verstand. Kurz darauf lief Lina an ihm vorbei. Sie war auf dem Weg zu den Figuren, an denen die Klasse gerade arbeitete. Pains Herz schlug schneller und er wurde ganz nervös. Er erhob sich schnell von seinem Platz. Das war seine Chance! Lässig steuerte er auf denselben Raum zu, die Hände in den Hosentaschen.

Dort stand Lina. Sie hielt ihre Figur – einen Skater – in den Händen. Mit scharfem Blick begutachtete sie jede Stelle ihrer Figur und drehte sie immer wieder. Ihr dabei zu zuschauen war schon interessant genug, fand Pain. Aber jetzt sollte er dem allen ein Ende bereiten. Er wollte sie endlich ansprechen. Er öffnete schon den Mund, holte Luft und- „Hey Lina! Zeig mal deine Figur! Wie geht’s voran?" Pain wunderte sich schon, wie leicht ihm diese Worte über die Lippen gegangen waren, als Chad an ihm vorbei lief. „Hi Chad! Super, sie mal! Und bei deiner Figur?" Oh…Chad war ihm also zuvor gekommen. „Auch super…" Doch weiter hörte Pain gar nicht mehr zu. Er war fehl am Platz. Schon wieder…. Mit enttäuschter Miene ging er weg. Er hatte sich wieder nicht getraut sie anzusprechen!

Pain schritt zu seinem Platz zurück,den Kopf gesenkt.Er ließ sich auf seinen Stuhl fallen,der Frust war ihm ins Gesicht geschrieben,seine sonst klaren,ausdrucksstarken Augen blickten leer in die Ferne. >Sie hat mich wahrscheinlich noch nicht einmal bemerkt < ,dachte Pain.Am liebsten würde er jetzt eine Schere zücken und auf die Toilette verschwinden.Aber zwei Tatsachen machten ihm einen Strich durch die Rechnung: 1.Er besaß keine Schere - und 2. sein Freund würde ihm keine Schere geben.

Eine Hand legte sich ihm auf die linke Schulter.„Das wird schon wieder.",Pain erkannte die Stimme, die ihm schon lange vertraut war.Jeremy beugte sich über ihn und lächelte.

In der Klasse, in der Pain schon seid sechs Jahren war,verstand sich jeder mit jedem.Doch er hatte dennoch nur einen Kumpel,seinen besten Freund.Jeremy Dearing.Sie verstanden sich blind, sie kannten jedes Detail von einander,teilten Freude und Leid und nur Jeremy wusste von Pains' Geheimniss.Sie trafen sich oft zum Skaten oder einfach nur zum Reden.Sie waren wie Brüder.

Zehn Minuten der Stunde waren schon vergangen und Herr Lempert blickte ihn schon böse an,weil sich Pain noch kein Stück gerührt hattr.Er richtete sich auf.Während er seine Figur holte wurde ihm bewusst, wie viel er an Jeremy hatte.

Und zu all dem Unglück kam auch noch der Heimweg hinzu. Nicht nur das Chad in der Pause zu Jeremy und Pain kam um ihn mal wieder mit Lina aufzuziehen und Jeremy deswegen jetzt ein blaues Auge hatte, nein jetzt machte das Wetter ihnen auch noch die Hölle heiß. Oder besser gesagt kalt. Denn es regnete wie aus Eimern. Dazu noch der kalte, heftige Wind und ein paar Blitze und der Sturm war perfekt.Der Wind zog an den Blättern der Bäume. Pain hörte ihn rauschen. Immer wieder trieb er ihm die schwarzen Haare vor die Augen, sodass Pain nichts mehr sehen konnte. Ein Regenschirm half hier schon lange nicht mehr. Pain versuchte gerade ein Stück worwärts zu kommen, als ihn der Wind nach rechts trieb. Dummer Weise stad dort Jeremy, weshalb die zwei Jungen gegeneinander prallten und auf dem Boden landeten. "Na super Pain! Wie soll ich denn bei diesem Wind wieder aufstehen?! Soll ich vielleicht nach Hause kriechen!?! Und guck dir mal meine Klamotten an! Total nass und versaut mit Schlamm!"

22.11.08 20:32





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